Hashima ist ein Ort, den Menschen geschaffen haben und ein Ort, den Menschen verlassen haben. Die kleine japanische Insel südwestlich von Takashima misst 480 Meter in der Länge und 160 Meter in der Breite. Ihre Form ähnelt aus der Ferne einem Kriegsschiff. Sie wird deshalb auch Gunkanjima, Kriegsschiff-Insel, genannt. Über 5000 Menschen lebten dort auf engstem Raum und förderten für den Mitsubishi-Konzern Kohle. Die Mine wurde 1974 geschlossen. Die Menschen verließen den am dichtesten beiedelten Ort der Welt und ließen vieles von ihrem Hab und Gut zurück. Seit dem sind die Bauten Wind und Wasser ausgesetzt. Hashima ist zu einem Sympbol für die Ausbeutung und die Endlichkeit von Ressourcen, vielleicht für die Endlichkeit der Menschen selber, geworden. Die Geisterstadt mit dem möglichen Antlitz nach einem Atomschlag wirft die Frage auf: Was ist, wenn der Mensch nicht mehr da ist?
Eine umfangreiche Fotogalerie bietet Jürgen Specht an.